Institut für historische Intervention

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Home Aktuelles Exilforschung zu Österreich. Leistungen, Defizite & Perspektiven.

Exilforschung zu Österreich. Leistungen, Defizite & Perspektiven.

Donnerstag, 14. März 2013, 14.40 Uhr, Aula des Uni Campus Altes AKH, Spitalgasse 2-4, 1090 Wien.

Im Rahmen des Internationalen Symposiums "Exilforschung zu Österreich" tragen Christoph Lind und Georg Traska zum Thema "AKM und Austro Mechana im Wandel von 'Arisierung' und Neugründung" vor:


Die österreichischen Verwertungsgesellschaften für Musikrechte, AKM und Austro Mechana, schlossen im Zuge
der „Arisierung“ ihrer Organisationen ab 1938 ihre nach den Nürnberger Gesetzen als Juden geltenden Mitglieder
(40%) aus. Dazu wurde ein sogenannter „Judenspiegel“ angefertigt. Das vorzustellende Projekt untersucht die
Umstände des Ausschlusses der Mitglieder sowie den Entzug von Tantiemen, die von den
Verwertungsgesellschaften weiter kassiert wurden. Es recherchiert deren Verbleib und versucht die Gesamtzahl
der entzogenen Gelder zumindest zu schätzen. Die Schicksale der ausgeschlossenen Mitglieder (Vertreibung,
Verfolgung, Exil, Ermordung) werden ebenfalls recherchiert und in Kurzbiographien erfasst. Die Neugründung von
AKM und Austro Mechana nach 1945 wird in Hinblick auf den fortgeschriebenen Ausschluss der jüdischen
Mitglieder, die nicht erfolgten Restitutionen und den Umgang der beiden Verwertungsgesellschaften mit ihrer
Geschichte untersucht.

Das Tagungsprogramm: http://www.exilforschung.ac.at/aktuelles/oege-Tagung2013.pdf