Institut für historische Intervention

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Memorial Maria Gugging

 

 

 

 

 

 

Memorial für die Opfer der Medizinverbrechen während des Nationalsozialismus

Dorothee Golz


Das Memorial wurde durch das IST (Institut for Science and Technology) Austria in Auftrag gegeben und auf dem heutigen Campus in Maria Gugging bei Wien aufgestellt. Mit dem Memorial soll die Würde des Menschen, bzw. des Opfers, unabhängig von seiner psychischen, geistigen und körperlichen Konstitution, auch vor allem im Moment des Todes, zum Ausdruck gebracht werden. Der Container steht für die unpersönliche, ohne jeden menschlichen Beistand, durchgeführte Tötung.

Durch die 45%-ige Schräglage ist den Opfern der Boden unter den Füßen weggezogen. Sobald sich der Betrachter unterhalb der geöffneten Schmalseite begeben hat, blickt man in einen kargen Raum, in dessen Mitte die dreidimensionale Skizze eines Tisches steht. Auf diesem sind Glaskugeln aufgereiht. Jedoch sind die Drähte, auf welche die Kugeln aufgereiht sind, zerschnitten. Die herab gerutschten Kugeln verteilen sich auf dem Boden und werden zu einer Metapher für das zerstörte und zerronnene Leben. In der empor gerichteten Rückwand des Containers befindet sich eine geöffnete Tür, die den Blick in den Himmel freimacht.