Institut für historische Intervention

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Wächterhaus

 


 

 

Das WÄCHTERHAUS erinnert an die Ermordeten und Toten in Aflenz bei Leibnitz, einem Außenlager des KZs Mauthausen, das von Februar 1944 bis April 1945 bestand.

Die Arbeitskraft der Häftlinge wurde dazu benutzt, den "Römersteinbruch" für die Rüstungsproduktion zu adaptieren.

Die Baracken sind unmittelbar nach dem Krieg abgerissen worden und es war kaum etwas vom ehemaligen KZ-Lager geblieben. Die gut sichtbare Ruine des Wachpostenhauses wurde von Helmut & Johanna Kandl zum Ausgangspunkt ihrer Intervention. Der bauliche Bestand wurde konserviert und gesichert, ohne seinen "ruinösen" Eindruck zu zerstören, auch die wuchernden Pflanzen blieben teils erhalten, teils wurde sie neu bepflanzt. Die Leuchtschrift "WÄCHTERHAUS" über dem Objekt macht aufmerksam und benennt den Ort. Tafeln erzählen in kurzer Form die Geschichte und bieten Information über das Gelände. Eine A6-große Broschüre mit ausführlicheren Informationen liegt viersprachig zur freien Entnahme auf. Kernstück der Arbeit ist das Screen-Magazin "messages repeated". Im Inneren der Ruine werden auf einem Screen Beiträge gezeigt, die aktuelle Menschenrechtsverletzungen thematisieren; die Beiträge werden in Zusammenarbeit mit NGOs erstellt und regelmäßig aktualisiert. Mit der Arbeit wird an die Mitverantwortung erinnert, die wir alle an heutigen Geschehnissen haben.