Institut für historische Intervention

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Hohlräume der Geschichte

 

Auf der Nibelungenbrücke, einem der wenigen realisierten Bauwerke von Hitlers Plänen für Linz, wird mit der Performance von Teresa Vida die Beziehung zwischen Vergessen und Erinnern durch den Satz „es más fácil recordar que olvidar / Es ist leichter zu erinnern als zu vergessen“ thematisiert. Eine weiße Linie aus wilden Margeriten zieht sich über die Brücke und verschwindet im Laufe des Tages.

 

HOHLRÄUME DER GESCHICHTE

 
Kooperationsprojekt:
Bildhauerei – transmedialer Raum, Kunstuniversität Linz
Institut für Kunst im Kontext, Universität der Künste Berlin
2007 – 2008
 
Konzept und Leitung:
Univ. Prof. Mag. art. Mag. phil. Renate Herter, Linz
Katja Jedermann, Berlin
 
Beteiligte:
Christa Aistleitner, Sibylle Ettengruber, Ulrich Fohler, Simon Hipfl, Alexander Jöchl, Thomas Kluckner, Elisabeth Kramer, Hermann Lohninger, Wolfgang Tragseiler (Linz)
Larisa Catano, Julia Kapelle, Karin Knott, Petra Kübert, Zoltan Kunckel, Teresa Vida (Berlin)
 
 
In dem Projekt „Hohlräume der Geschichte“ geht es darum, den Niederschlag der Geschichte im Alltagszusammenhang von Linz zu untersuchen und künstlerisch zu bearbeiten. Im Zentrum stehen Fragen zum kulturellen Gedächtnis, Formen des Erinnerns, Vergessens und Verdrängens.
Drei Aspekten wurde dabei besondere Aufmerksamkeit geschenkt: Den versteckten Orten der Erinnerung und ihrer möglichen Sichtbarmachung, den Verdrängungen und Leerstellen in der Denkmalkunst, sowie den in alltagssprachlichen Formen und Redewendungen enthaltenen verharmlosenden Resten unbearbeiteter Geschichte.
Ziel des Projektes war es, sich dem in der Stadt vorhandenen schwierigen „Erbe“, sei es architektonischer, künstlerischer oder auch sprachlicher Art, angstfrei und reflektiert zu nähern und eine öffentliche Auseinandersetzung mit den Relikten des Nationalsozialismus, dem, was sichtbar oder auch unsichtbar hier und heute vorhanden ist, voranzutreiben.
Ergebnisse des Projektes waren eine Reihe von Interventionen und Markierungen im Stadtraum von Linz im Mai 2008.


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