Institut für historische Intervention

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Home Erinnerungsprojekte in Österreich KZ-Außenlager Guntramsdorf / Wiener Neudorf

KZ-Außenlager Guntramsdorf / Wiener Neudorf

 

 


 

 KZ-Außenlager Guntramsdorf / Wiener Neudorf

 

Das KZ-Nebenlager wurde am 2. August 1943 unter dem Namen „KL Wiener Neudorf“ gegründet und war eines von über 50 Nebenlagern des KZ Mauthausen. Es lag großteils auf dem heutigen Gemeindegebiet von Guntramsdorf. Bis zu 3.170 KZ-Häftlinge (Höchststand Sept. 1944) wurden in den Flugmotorenwerken, den Firmen Steyr-Daimler-Puch AG, Rella & Co., Hofman und Maculan, Himmelstoß und Sittner, Ing. Czernilowski und Saurerwerke Zehethofer sowie in kleineren Betrieben und der Landwirtschaft in den Gemeinden Inzersdorf, Himberg, Schwechat, Guntramsdorf, Laxenburg, Fischamend und Wien als Zwangsarbeiter eingesetzt.

Nach Bombenangriffen auf das Flugmotorenwerk im Juli 1944 wurde das KZ von Guntramsdorf ins benachbarte Wiener Neudorf verlegt. Das so genannte „Neue Lager Wiener Neudorf“ lag östlich von Mödling, auf einem Gelände südlich der Shopping City Süd (SCS) und nördlich des Ortszentrums von Wiener Neudorf, „Mitterfeld“ genannt. Das Gelände des ehemaligen „Neuen Lagers“ ist heute Brachland.

Am 2. April 1945 wurde schließlich auch das neue KZ-Nebenlager in Wiener Neudorf wegen der herannahenden russischen Truppen geräumt. Auf dem Todesmarsch nach Mauthausen wurden 146 Menschen (nach einigen Quellen bis zu 243 Menschen) „auf der Flucht erschossen“ – die meisten, weil sie dem Tempo der Marschkolonne aufgrund ihres körperlichen Zustandes nicht mehr folgen konnten.

2005 wurde der unabhängige Gedenkverein – hervorgegangen aus einer Initiative der Pfarre – ge¬gründet, um die Erhaltung und den Ausbau der Gedenkstätte langfristig sicherzustellen.


Zur Seite von "Mauthausen Komitee Österreich - Ge Denk Verein"