Institut für historische Intervention

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[transkription]

 

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Gestaltung: Maria Theresia Litschauer

Das Projekt nahm 2004 seinen Anfang, als Markus Barth, ein Bewohner der Umgebung, auf das aus der NS-Zeit stammende Relief aufmerksam wurde unddamit an die Bezirksgruppe der "Grünen" herantrat. 2008 gewann Maria Theresia Litschauer den von "Wiener Wohnen", der Verwaltung des Gemeindebaus, und KÖR Wien ausgeschriebenen Wettbewerb. Sie konnte den Entwurf im Jahr 2010 realisieren.

"Die künstlerische Auseinandersetzung von Maria Theresia Litschauer mit einer bisher nicht beachteten Terrakotta-Figur von Alfred Crepaz, die einen mit Schwert martialisch überhöhten Krieger darstellt, zielt auf eine umfassende Kontextualisierung von Nazi-Kunst. Mittels Zeichen, Betonband und Schrifttafel wird der ideologische Hintergrund dieser völkisch konnotierten Statue ebenso kritisch thematisiert, wie das lesbare Hitler-Zitat aus 1933 bewusst gemacht wird. 1945 war nur der Name des Autors getilgt worden, eine Vorgangsweise, die symbolisch für die „Schlussstrich-Tendenz“ und die inhaltlichen Kontinuitäten in der Nachkriegszeit steht. Die Künstlerin will mit ihrer „[ transkription ]“ das Gegenteil erreichen. Sie will nicht verdecken, sondern zur Reflexion hinführen sowie die isolierte Interpretation dieser Arbeit aus der NS-Zeit erweitern und das Schicksal der vertriebenen und ermordeten jüdischen BewohnerInnen des Thury-Hofes nach umfangreichen Recherchen in Erinnerung rufen. Damit schafft das neue Kunstwerk von Maria Theresia Litschauer eine Brücke in die Gegenwart und zum kommunikativen Gedächtnis der heutigen und künftigen BewohnerInnen des Thury-Hofes." (Oliver Rathkolb)


Ort: Thury-Hof, Wohnhausanlage der Gemeinde Wien, Marktgasse 3-7, 1090 Wien
Eröffnung: 19. März 2010, 10 Uhr

Projektbeschreibung auf KÖR
Website von M.T. Litschauer