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„Standpunkt Geschichte“ - Denkmal der zerstörten Synagoge in Hietzing

 

 

 

 

 

„Standpunkt Geschichte“ - Denkmal der zerstörten Synagoge in Hietzing

Gestaltung: Hans Kupelwieser

Mehr als zwei Jahre hat es gedauert, bis der Plan, die alte Gedenktafel durch ein zeitgemäßes Erinnerungszeichen zu ersetzen, realisiert werden konnte. Die Synagoge war von Arthur Grünberger geplant und 1928 eingeweiht worden. Ein Bericht über den Wettbewerb stammt aus dem Jahr 1928. Während des Novemberpogroms wurde die Synagoge niedergebrannt und zerstört.

Wir haben einen Standpunkt. „Standpunkt Geschichte“ heißt dieses Denkmal von Hans Kupelwieser. Nur wer einen Standpunkt einnimmt, kann die Geschichte erkennen. Die Idee ist einfach und weil sie so einfach ist, ist sie so vieldeutig. Der Punkt markiert das Ende eines Satzes. Doch vieles ist notwendig, bis es zu diesem Punkt kommt. Am Beginn steht vielleicht die Unzufriedenheit, eine Tafel, die nur schwer lesbar ist: Kein gutes Tor zu einer verdrängten Geschichte. Die Grünen haben darauf hingewiesen, und die SP und VP haben sich dieser Auffassung angeschlossen. Nicht immer muss die Befassung einer Kommission ein Begräbnis erster Klasse bedeuten. Da die Volkshochschule Hietzing bereits seit dem Jahr 2000 ein Projekt zur Erforschung der Geschichte der Juden in Hietzing gestartet hatte, war es naheliegend, diese Stimme zu hören. Und manchmal ist es leichter wenn im Spiel der politischen Kräfte eine neue unabhängige Kraft auf den Plan tritt.

www.vhs.at/judeninhietzing.html