Institut für historische Intervention

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Ich Sigfried Uiberreither Landeshauptmann

 

 

 

 

Ich Sigfried Uiberreither Landeshauptmann

(Graz, Burgtor, 2008)

Gestaltung: Jochen Gerz

Auf Initiative des Landtages Steiermark entstand 2008/2009, ausgehend vom Ort der Grazer Burg als historischem und gegenwärtigem Zentrum der Macht, eine künstlerische Arbeit, die das Erinnern an die Zeit des Nationalsozialismus in Graz und der Steiermark herausfordert. Konkreter inhaltlicher Ausgangspunkt ist in diesem Zusammenhang der Machtmissbrauch durch den Gauleiter und gleichzeitigen Landeshauptmann Siegfried Uiberreither.
Das Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark konnte für die anspruchsvolle Aufgabe den international renommierten Künstler Jochen Gerz gewinnen.

Eingeschrieben in einen Bogen des Grazer Burgtors stellt Sigfried Uiberreither (1908–1984), Landeshauptmann und Reichsstatthalter von Steiermark, Fragen. Fragen, die ihn Jochen Gerz den Passantinnen und Passanten, Besucherinnen und Besuchern der Stadt am heutigen wie damaligen Sitz des Landeshauptmanns stellen lässt. Fragen eines nationalsozialistischen Täters zur Komplizenschaft und zum Schweigen der Anderen, der Mehrheit, nicht nur damals in der Zeit der Verbrechen, sondern danach. Er sagt: Ohne euch wäre ich nicht Sigfried Uiberreither geworden.

Die Inschrift ist der Startpunkt einer in der Gegenwart verankerten Erinnerungs-Arbeit mit Hilfe der steirischen Öffentlichkeit und ihrer Autorenschaft: 63 Jahre danach.

63 Jahre danach aktuell: Das öffentliche Bildauswahlverfahren in der "Kleinen Zeitung"
www.jochengerz.eu

Download: Jochen Gerz | Ich Sigfried Uiberreither Landeshauptmann - Der Text