Institut für historische Intervention

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Vertrieben.at

 

 


 

 

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Im Burgenland lebten bis März 1938 etwa 3.900 Personen jüdischer Herkunft oder Religion. Der Großteil von ihnen war in zehn Israelitischen Kultusgemeinden organisiert. Im Jahr 2001 begann die Burgenländische Forschungsgesellschaft mit der Dokumentation von Lebensgeschichten jüdischer BurgenländerInnen. Ein Teil der Videointerviews wurde in der Publikation „Vertrieben. Erinnerungen burgenländischer Juden und Jüdinnen“ veröffentlicht. Die Herausgabe einer DVD-Reihe mit Interviews ist in Planung.

Ein weiteres Projekt ist die vor mehreren Jahren begonnene Erfassung der aus dem Burgenland stammenden jüdischen Opfer des NS-Regimes. Die Ergebnisse sind auf der Webseite als Online-Datenbank zugänglich.

Im Burgenland finden sich auch bauliche Reste der einst vielfältig jüdischen Kultur. Von den früheren Synagogen und Bethäusern sind nur wenige erhalten. Trotz teilweiser Zerstörung durch die Nationalsozialisten finden sich im Burgenland aber noch mehrere Friedhöfe. Auf der Webseite weisen Fotografien und Umgebungskarten den Weg zu diesen oft unbekannten Erinnerungsorten.

Auf manchen Gräbern liegen, wie es jüdischer Brauch ist, kleine Steine – von Angehörigen und BesucherInnen als Zeichen des Andenkens hinterlassen. Es sind Spuren, die uns sagen, dass die jüdische Kultur des Burgenlandes heute nicht allein in ihren baulichen Resten zu suchen ist, sondern dass ihre Geschichte in den Gedanken und Erinnerungen der Vertriebenen und deren Kindern weiterlebt.



Webseite: www.vertrieben.at