Institut für historische Intervention

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Plattform Geschichtspolitik an der Akademie der Bildenden Künste

 

 

 

 

 

 

Plattform Geschichtspolitik an der Akademie der Bildenden Künste

 

Die Arbeitsgruppe Plattform Geschichtspolitik ist eine Initiative von StudentInnen, AktivistInnen und Lehrenden, die der Akademie der bildenden Künste Wien nahe stehen und versteht sich als offenes Kollektiv im Sinne jener Arbeitsgruppen die im Rahmen der Akademiebesetzung entstanden sind. Sie markiert den Beginn eines kontinuierlichen Prozesses, in dem die Teilhabe der Akademie an Kolonialismus, (Austro-)Faschismus und Nationalsozialismus kritisch reflektiert und öffentlich verhandelt wird. Wie in österreichischen Institutionen allzu üblich, wurden diese Geschichten der Akademie bisher verdrängt. Eines der wenigen Projekte, welches Faschismus und Nationalsozialismus an der Akademie thematisierte (das einzige?), ist ein 1990 von einer Gruppe Studierender, gegen beträchtliche Widerstände aus der Institution, initiiertes und organisiertes Symposium samt nachfolgender Publikation (siehe empfohlene Fachliteratur: „Im Reich der Kunst“).


Seit Oktober 2009 versucht die Plattform Geschichtspolitik nun an die bestehende Arbeit anzuknüpfen, um eine Plattform für breitere Diskussionen über Geschichtspolitiken an der Akademie zu etablieren. Angesichts der beträchtlichen Anzahl relevanter Themen bei gleichzeitig beschränkten Ressourcen wurde entschieden, den Fokus während der ersten Phase des Projekts auf einen begrenzten Zeitraum zu legen, jenen kurz vor bis kurz nach dem Nationalsozialismus. Hierbei wurden vier Schwerpunkte definiert: Interviews mit ZeitzeugInnen, Provenienzforschung über die Bestände der Bibliothek und der Kunstsammlungen der Akademie, die Restitution etwaiger geraubter Güter und kritische Interventionen in architektonische und räumliche Manifestationen.


Kontakt: plattformgeschichtspolitik(at)akbild.ac.at