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Home Erinnerungsprojekte in Österreich Stolpersteine im Bezirk Braunau

Stolpersteine im Bezirk Braunau

 

 

 


 

 

Stolpersteine im Bezirk Braunau

 

1997 verlegte Demnig auf Einladung des Politikwissenschafters Andreas Maislinger bereits zwei Stolpersteine für die wegen Kriegsdienstverweigerung hingerichteten Bauernsöhne Johann und Matthias Nobis in Sankt Georgen bei Salzburg. Es waren dies die ersten Stolpersteine in Österreich und die ersten für von den Nationalsozialisten ermordeten Zeugen Jehovas. Die Verlegung der Stolpersteine neun Jahre später in Altheim, Braunau am Inn, Hochburg-Ach, Maria Schmolln, Moosdorf, St. Georgen bei Salzburg, St. Radegund und St. Veit im Innkreis erfolgte immer mit Unterstützung des Bürgermeisters und einer breiten Zustimmung im Gemeinderat. In der Stadt Altheim war bei der Verlegung des Stolpersteines für Engelbert Wenger auch der FPÖ-Obmann anwesend. Dass die Erinnerung an ein NS-Opfer in der Gemeinde bis heute sehr umstritten sein kann, zeigt der Wallfahrtsort Maria Schmolln. Bürgermeister Gottfried Grubmüller hatte der Verlegung des Stolpersteines für den im Konzentrationslager Dachau verstorbenen Franziskaner Ludwig Seraphin Binder sofort zugestimmt, sprechen wollte er im Gegensatz zu den anderen Bürgermeistern bei der Verlegung allerdings nicht.
Wer die Aufschrift eines Stolpersteines lesen möchte, muss sich verbeugen. In diesem Sinne verbeugen sich seit August 2006 die Innviertler vor ihren NS-Opfern. Mit Ausnahme von Franz Jägerstätter, der seit dem Film von Axel Corti und seiner Seligsprechung 2007 sehr bekannt ist und auch durch die Eröffnung des Franz-Jägerstätter-Parkes in Braunau am Inn geehrt wurde, kannte man von den meisten nicht einmal den Namen.


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Stolpersteine in Braunau auf wikipedia