Institut für historische Intervention

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Home Erinnerungsprojekte in Österreich Das Mollner Mahnmal für die zivilen Opfer des Nationalsozialismus

Das Mollner Mahnmal für die zivilen Opfer des Nationalsozialismus

 

 

 

 

 

Das Mollner Mahnmal für die zivilen Opfer des Nationalsozialismus

 

Auf diesem Mahnmal sind die Namen von 13 Menschen zu lesen. Sie alle waren zivile Opfer der NS-Gewaltherrschaft: sieben von ihnen starben als Zeugen Jehovas in Konzentrationslagern bzw. unmittelbar nach der Befreiung; zwei waren politisch Verfolgte und wurden deshalb ermordet; zwei weitere wurden - weil sie Menschen mit Behinderung waren – in Hartheim mit Giftgas ermordet und zwei polnische Zwangsarbeiter zählen ebenso zu diesen Opfern, einer wurde erschossen, der zweite in Molln öffentlich erhängt.

Das Mahnmal wurde vom Mühlviertler Künstler Herbert Friedl gestaltet. Es wendet sich gegen das Vergessen und Auslöschen: Dieser Aussage entspricht eine schlanke, flächige Stele aus Stahl mit geringer Raumtiefe. Die Stele wird von frei angeordneten, schmalen, horizontalen Schlitzen durchbrochen, die hell in Erscheinung treten. In die Schlitze ist Glas eingesetzt, auf dem das Textmotiv und die Namen der Opfer zu lesen sind

Am 26, Oktober 2003 wurde das Mahnmal für die zivilen Opfer des Nationalsozialismus im Park in Molln enthüllt. Ein wesentlicher Anstoß zur Errichtung des Mahnmals kam von den Zeugen Jehovas: sieben Zeugen Jehovas aus Molln waren von den Nationalsozialisten ermordet worden und im Jahr 2000 stellten Claudia und Roland Donabauer vom Informationsdienst der Zeugen Jehovas den Antrag, ein Mahnmal für zur Erinnerung an diese Personen zu errichten.

In Folge dessen beschloss der Gemeinderat der Marktgemeinde Molln 2001 unter dem damaligen Bürgermeister LAbg. Erich Dirngrabner, ein entsprechendes Mahnmal für alle zivilen Opfer der NS-Gewaltherrschaft errichten lassen; sein Nachfolger Bgm. Alois Steiner und der Vorsitzende des Kulturausschusses, Franz Steiner waren in weiterer Folge maßgeblich für die Realisierung verantwortlich.