Institut für historische Intervention

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Home Erinnerungsprojekte in Österreich Herklotzgasse 21 und die jüdischen Räume in einem Wiener Grätzel

Herklotzgasse 21 und die jüdischen Räume in einem Wiener Grätzel


 

 

Initiiert wurde das Projekt von MieterInnen des Hauses Herklotzgasse 21. Als VertreterInnen sozialer Organisationen war es ihnen wichtig, mehr über die Geschichte des Ortes, an dem sie täglich arbeiten, zu erfahren. Das Haus war 1906 bis 1939 ein Knotenpunkt der jüdischen Vorstadtgemeinde, die sich über die heutigen Bezirke XII bis XV erstreckte und deren Ursprung in die 1840er Jahre zurückreicht. In der Turnergasse 22 gab es seit 1872 eine große Synagoge und in der Storchengasse ein mehrfach ausgebautes Bethaus. Zahlreiche Vereine waren in der Herklotzgasse 21 sowie in einigen anderen Häusern untergebracht.
Nach anderthalb Jahren der Forschung und intensiven Auseinandersetzung mit Menschen jüdischer Herkunft, die in dem Viertel aufgewachsen waren, wurde im Herbst 2008 die Ausstellung und Videoinstallation "Das Dreieck meiner Kindheit. Eine jüdische Vorstadtgemeinde in Wien XV" in der Herklotzgasse 21 gezeigt – begleitet von einem Buch und einem dichten Veranstaltungsprogramm. Die Assstellung wird im Oktober 2009 wiedereröffnet. Zehn Hörstationen erweitern ab November 2009 die Darstellung im Stadtraum (entwickelt in Kooperation mit Orange 94.0). Das Projekt für ein Denkmal an der Stelle des zerstörten Turnertempels wurde realisiert. Die Ausschreibung wird gemeinsam mit KÖR (Kunst im öffentlichen Raum Wien) und der Bezirksvertretung vorbereitet.

http://www.herklotzgasse21.at